| Chronik |
|
|
|
|
Die Geschichte unserer Musikkapelle ist- ähnlich wie jede andere "Biografie"- einzigartig. Unser Verein wird zwar mit einigen Kapellen ähnliche Wurzeln haben, er wird wie viele andere Musikkapellen unseres Raumes gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen und zur Zielerreichung fast die selben Schritte setzen, aber trotzdem ist unser Musikverein unverwechselbar. Lesen Sie unsere GESCHICHTE:
Das Ganze beginnt damit, dass unsere Gründer keine geborenen Österreicher sind, sondern aus Siebenbürgen- Rumänien- stammen. Eine Geschichte dieser Siebenbürger Sachsen zu erzählen ist hier nicht geplant, es sollte reichen zu erwähnen, dass die Siebenbürger Sachsen selber wieder aus dem Rhein- Mosel Gebiet stammten und im 12. Jahrhundert als freie Bauern und Handwerker den Osten Ungarns- Transsilvanien- besiedelten. Im Herbst 1944 erfolgte kriegsbedingt die Evakuierung des Großteils der deutschen Bevölkerung Nordsiebenbürgens nach Ober- und Niederösterreich. 1945 übersiedelte ein Teil der Siebenbürger-Sachsen- unsere späteren Gründer- in die ehemaligen Baracken des "Reichs-Arbeits-Dienstes" in Kammer am Attersee. In diesen Gebäuden war auch ein Gemeinschaftsraum, wo man den Bedürfnissen nach Geselligkeit und musikalischer Verschönerung des Lebens nachkommen konnte. Die Stunde der Gründung unserer Musikkapelle ist hier herangereift. Mit einigen musikliebenden Bewohnern des Barackenlagers in Kammer am Attersee, begann Georg Lingner (ehem. Militärmusiker), 1951 mit dem Aufbau einer Blasmusikkapelle. - Villach (1952).
In einer am 8. Mai 1960 stattgefundenen Musikerbesprechung, wurde der Name der Kapelle in "Musikverein Kammer am Attersee" abgeändert. Gleichzeitig wurde auch der Ankauf von neuen Blasinstrumenten (Normalstimmung) beschlossen. 1961 konnten die fehlenden Uniformhosen angeschafft werden. Inzwischen hatte die Kapelle viele Preise, Ehrenzeichen, Urkunden und Anerkennungsschreiben erhalten. Diese geben Zeugnis vom Können der Kapelle bei Wertungsspielen, Festveranstaltungen und vielen Auslandsfahrten. Am 21. März 1964 wurde der Name der Kapelle in Kapellmeister Georg Lingner beendete am 22. Juli 1965 seine aktive Laufbahn als Musiker. Neuer Kapellmeister wurde dessen Bruder Hans Lingner, der die Kapelle bis 26. März 1975 bestens führte. Unter seiner Leitung fand die Kapelle nicht nur bei uns, sondern auch in Dinkelsbühl und Gütersloh (BRD), guten Anklang. Mit Georg Zilles, der am 1. August 1976 zum Kapellmeister gewählt wurde, übernahm ein ausgezeichneter Musiker die Leitung der Kapelle. Er war mit großem Fleiß bemüht, die Tradition der Musikkapelle zu erhalten, zu pflegen und weiter zu führen. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehörte auch die Heranbildung einer möglichst breiten Schicht junger Menschen für die Blasmusik. Den Sinn für die Musik zu wecken und zu pflegen, ist Georg Zilles erfolgreich gelungen. Auch im Ausland wurde unsere Kapelle immer beliebter. Vom Transylvania Club in Kitchener, Kanada, erging an unsere Musikkapelle die Einladung, am dortigen 10. Oktoberfest (1978) mitzuwirken. Zweck dieser Einladung war es, österreichische Blasmusik und auch Kapellen nach Kanada zu bringen. Dies bot die Möglichkeit, interessante fachliche Vergleiche anzustellen, Anregungen zu bekommen und zu geben und einen Beitrag zum besseren Verständnis der Völker untereinander zu leisten. Der Erfolg der einzelnen Konzerte unter der Leitung von Georg Zilles war äußerst zufriedenstellend. Dabei hinterließ die österreichische Musik überall den besten Eindruck.
Amerika ist immer eine Reise wert. So folgten wir einer Einladung des Germania Park nach Dover (in der Nähe von New York). Während dieser Reise wurden ca. 40 Stunden in Dover musiziert. Unvergessliche Eindrücke und neue Freund-schaften wurden mit nach Hause genommen. Am 1. Februar 2003 übernahm Kapellmeister Franz Gumpinger bis 31. Dezember 2003 die Leitung der Kapelle. Von Februar bis Dezember 2004 stand Josef Loy der Musikkapelle als Kapellmeister vor, und seither schwingt wieder Wolfgang Zilles den Taktstock.
Das Jahr 2005 war geprägt durch den Neubau unseres Musikerheims, das wirklich ein Schmuckkästchen geworden ist. Oberhalb des neuen Kindergartens und der Krabbelstube wurden die Räume für unsere Musiker errichtet. Neben dem Probenraum erhielten wir ein Archiv mit Kapellmeisterbüro sowie einen "Einzelprobenraum", der gerne benützt wird. Im Jahr 2005 gab es neben der Eröffnung des neuen Musikerheims trotzdem (wie immer) sehr viele Aktivitäten: Schiausflug nach Zauchensee, Musikerball, Frühlingskonzert, Kirchenkonzert, Dorffest mit der Gastkapelle aus Wiesing, Ausflug nach Graz und zur Schilcher Weinstraße, Atterseepokal .....
|