Sie sind hier: Home » Über uns » Chronik

Terminkalender

<<  Mai 2012  >>
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
   2  3  5  6
  7  8  9101213
1415161720
212223242627
28293031   
Chronik PDF Drucken E-Mail

Die Geschichte unserer Musikkapelle ist- ähnlich wie jede andere "Biografie"- einzigartig. Unser Verein wird zwar mit einigen Kapellen ähnliche Wurzeln haben, er wird wie viele andere Musikkapellen unseres Raumes gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen und zur Zielerreichung fast die selben Schritte setzen, aber trotzdem ist unser Musikverein unverwechselbar. Lesen Sie unsere GESCHICHTE:

Das Ganze beginnt damit, dass unsere Gründer keine geborenen Österreicher sind, sondern aus Siebenbürgen- Rumänien- stammen. Eine Geschichte dieser Siebenbürger Sachsen zu erzählen ist hier nicht geplant, es sollte reichen zu erwähnen, dass die Siebenbürger Sachsen selber wieder aus dem Rhein- Mosel Gebiet stammten und im 12. Jahrhundert als freie Bauern und Handwerker den Osten Ungarns- Transsilvanien- besiedelten.
Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, also ca. 800 Jahre lang, waren die Siebenbürger Sachsen in dieser Gegend im Osten zu Hause. Einerseits prägten sie diesen Raum, andererseits wurden sie in dieser fernen Gegend zu einem besonderen Menschenschlag geformt.



Im Herbst 1944 erfolgte kriegsbedingt die Evakuierung des Großteils der deutschen Bevölkerung Nordsiebenbürgens nach Ober- und Niederösterreich. 1945 übersiedelte ein Teil der Siebenbürger-Sachsen- unsere späteren Gründer- in die ehemaligen Baracken des "Reichs-Arbeits-Dienstes" in Kammer am Attersee. In diesen Gebäuden war auch ein Gemeinschaftsraum, wo man den Bedürfnissen nach Geselligkeit und musikalischer Verschönerung des Lebens nachkommen konnte. Die Stunde der Gründung unserer Musikkapelle ist hier herangereift.


Mit einigen musikliebenden Bewohnern des Barackenlagers in Kammer am Attersee, begann Georg Lingner (ehem. Militärmusiker), 1951 mit dem Aufbau einer Blasmusikkapelle.
G. Lingner nahm die Geschicke der Kapelle in die Hand und machte durch seine Arbeit und die Ausbildung junger Musiker schon in kurzer Zeit ein musizieren möglich.
Bei der Gründungsversammlung am 29. Juni 1951 waren 18 Gründungsmitglieder zu verzeichnen. Die Kapelle erhielt den Namen "Siebenbürger-Kapelle Kammer am Attersee".
Die erfreuliche Entwicklung ist hauptsächlich das Verdienst der wenigen, aber jeweils über viele Jahre wirkenden Kapellmeister. Kapellmeister G. Lingner konnte nun mit seinen Musikern mit den bisher einstudierten Musikstücken bei verschiedenen kirchlichen Feiern und auch anderen Anlässen diese in der Öffentlichkeit vorführen. Als Proberaum diente der Raum einer Baracke.

- Villach (1952).


Inzwischen hatte die Kapelle einen Stand von 30 Musikern erreicht. Im Jahr 1954 entschloss man sich einen Vereinsausschuss zu bilden. Kapellmeister blieb weiterhin Georg Lingner, erster Obmann wurde Rudolf Sattler.
Nach der Fertigstellung der Barackenkirche in Rosenau/Seewalchen (1956), konnten nun die Musikproben in einen Vorraum dieser Kirche verlegt werden. Diesen Raum stellte die evangelische Pfarre Lenzing- Kammer unseren Musikern kostenlos zur Verfügung.
Wegen des guten Fortschrittes bei der Probearbeit und des guten Anklanges in der Öffentlichkeit, entschloss man sich 1958 eine Uniform für die Musiker anzuschaffen.

- Feldkirchen (1959).



In einer am 8. Mai 1960 stattgefundenen Musikerbesprechung, wurde der Name der Kapelle in "Musikverein Kammer am Attersee" abgeändert. Gleichzeitig wurde auch der Ankauf von neuen Blasinstrumenten (Normalstimmung) beschlossen. 1961 konnten die fehlenden Uniformhosen angeschafft werden.

Inzwischen hatte die Kapelle viele Preise, Ehrenzeichen, Urkunden und Anerkennungsschreiben erhalten. Diese geben Zeugnis vom Können der Kapelle bei Wertungsspielen, Festveranstaltungen und vielen Auslandsfahrten.

Am 21. März 1964 wurde der Name der Kapelle in
"Musikverein Rosenau-Seewalchen a. A." abgeändert.



- Gütersloh (1970).

Kapellmeister Georg Lingner beendete am 22. Juli 1965 seine aktive Laufbahn als Musiker. Neuer Kapellmeister wurde dessen Bruder Hans Lingner, der die Kapelle bis 26. März 1975 bestens führte. Unter seiner Leitung fand die Kapelle nicht nur bei uns, sondern auch in Dinkelsbühl und Gütersloh (BRD), guten Anklang.
Ab 1966 (Fertigstellung des Kindergartens), wurden die Musikproben im Pfarrgemeindesaal abgehalten.
1967 gelang es, neue Einheitskleidung (Trachtenanzug) für die gesamte Musikkapelle anzuschaffen.
Am 31. Juli 1975 übernahm Kapellmeister Adolf Schlager bis 31. Juli 1976 die Leitung der Kapelle.

- Unsere Musiker (1970).



Mit Georg Zilles, der am 1. August 1976 zum Kapellmeister gewählt wurde, übernahm ein ausgezeichneter Musiker die Leitung der Kapelle. Er war mit großem Fleiß bemüht, die Tradition der Musikkapelle zu erhalten, zu pflegen und
weiter zu führen. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehörte auch die Heranbildung einer möglichst breiten Schicht junger Menschen für die Blasmusik. Den Sinn für die Musik zu wecken und zu pflegen, ist Georg Zilles erfolgreich gelungen.

Auch im Ausland wurde unsere Kapelle immer beliebter.
Vom Transylvania Club in Kitchener, Kanada, erging an unsere Musikkapelle die Einladung, am dortigen 10. Oktoberfest (1978) mitzuwirken. Zweck dieser Einladung war es, österreichische Blasmusik und auch Kapellen nach Kanada
zu bringen. Dies bot die Möglichkeit, interessante fachliche Vergleiche anzustellen, Anregungen zu bekommen und zu geben und einen Beitrag zum besseren Verständnis der Völker untereinander zu leisten.
Der Erfolg der einzelnen Konzerte unter der Leitung von Georg Zilles war äußerst zufriedenstellend. Dabei hinterließ die österreichische Musik überall den besten Eindruck.



1996 wechselten die Kapellmeistergenerationen, nicht jedoch die Namen. Georg Zilles übergibt nach 20 Jahren seinem Sohn Wolfgang Zilles den Taktstock.
Mit Begeisterung und enormen Zeitaufwand formiert er neue musikalische Programme.
Das jährliche Kirchenfestkonzert wird geboren. Neue, moderne Klänge ertönen aus dem Probenraum.

- Georg und Wolfgang Zilles (1996)

Amerika ist immer eine Reise wert. So folgten wir einer Einladung des Germania Park nach Dover (in der Nähe von New York). Während dieser Reise wurden ca. 40 Stunden in Dover musiziert. Unvergessliche Eindrücke und neue Freund-schaften wurden mit nach Hause genommen.

Am 1. Februar 2003 übernahm Kapellmeister Franz Gumpinger bis 31. Dezember 2003 die Leitung der Kapelle.

Von Februar bis Dezember 2004 stand Josef Loy der Musikkapelle als Kapellmeister vor, und seither schwingt wieder Wolfgang Zilles den Taktstock.

- (2004)

 

Das Jahr 2005 war geprägt durch den Neubau unseres Musikerheims, das wirklich ein Schmuckkästchen geworden ist. Oberhalb des neuen Kindergartens und der Krabbelstube wurden die Räume für unsere Musiker errichtet. Neben dem Probenraum erhielten wir ein Archiv mit Kapellmeisterbüro sowie einen "Einzelprobenraum", der gerne benützt wird.
Anlässlich der Eröffnung des Kindergartens und des Musikerheimes gab es ein Zeltfest, das vom 26. bis 28. August über drei Tage dauerte und ein großer Erfolg wurde. Die Mitglieder und die vielen Freunde des Musikvereins stellten ihre Tatkraft und ihre Ideen wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis.
Höhepunkt der Eröffnungsfeiern war am Sonntag mit acht Gastkapellen und mit der Musikkapelle Lohnsburg, die zum Frühschoppen aufspielte.

Im Jahr 2005 gab es neben der Eröffnung des neuen Musikerheims trotzdem (wie immer) sehr viele Aktivitäten: Schiausflug nach Zauchensee, Musikerball, Frühlingskonzert, Kirchenkonzert, Dorffest mit der Gastkapelle aus Wiesing, Ausflug nach Graz und zur Schilcher Weinstraße, Atterseepokal .....